StartseiteFachbereicheTAEStatistik

Täterarbeit "Contra Häusliche Gewalt"
- Beratungsstelle Mainz


S t a t i s t i k

Das Fallaufkommen beträgt im Berichtjahr 69 Neuzugänge, davon kommen auf Worms/Alzey 23 Klienten, auf Mainz/Bingen 46 Klienten. Der deutliche Rücklauf in Worms/Alzey ist mit dem Weggang des Mitarbeiters und der folgenden ungeklärten Personalsituation zu erklären.
Die Zahl der Altfälle aus 2010, die sich in 2011 noch im Training befanden, betrug 22 Klienten für den gesamten Landgerichtsbezirk.



Erneut wurde, trotz der schwierigen Personalsituation, das Kursangebot auf sehr hohem Niveau gehalten:
im Jahr 2011 wurden 4 soziale Trainingskurse „contra Häusliche Gewalt“ angeboten und durchgeführt:
zwei in Mainz und ebenfalls zwei in Worms. Insgesamt trafen sich 33 Männer in den Kursen, einmal wöchentlich für drei Stunden, an Samstagen und Wochenenden, um sich mit ihrem Gewaltpotential in der Partnerschaft auseinanderzusetzen.
Die Kursdauer betrug jeweils etwa fünf Monate mit einem Stundenumfang von ca. 60 Stunden.

Neben dem zentralen Gruppenangebot wurden mit den Tätern 347 Einzelgespräche, zwei Opfergespräche und sechsunddreißig Paargespräche geführt. 365 weitere Kontakte (Telefonate, Briefe, SMS) zu den Klienten und 323 Kontakte zu Dritten (Jugendämter, weitere Beratungsstellen, Anwälte usw.), wurden verzeichnet.



Insgesamt haben von den 91 Klienten im Jahre 2011 (Alt,- und Neufälle) 45 Männer in Gruppen- und/oder Einzelmaßnahme das Programm „contra häusliche Gewalt abgeschlossen. 15 Männer sind über den Jahreswechsel in 2012 noch im Programm.

Es ergaben sich 18 Ausschlüsse, 11 Abbrüche und 2 sonstige Ausstiege (Krankheits- und Todesfall).

Täterarbeit "Contra Häusliche Gewalt"
- Beratungsstelle Bad Kreuznach


S t a t i s t i k

Fallaufkommen

Von Januar bis Dezember 2010 wurden 34 Falleingänge (33 Männer, eine Frau) registriert, 23 Fälle wurden aus dem Vorjahr weiterbearbeitet, sodass insgesamt 56 Fälle bearbeitet wurden (54 Männer, zwei Frauen). drei Klienten mussten aus dem laufenden Trainingsprogramm wegen fehlender Motivation (z.B. Termine mehrmals hintereinander nicht wahrgenommen). ausgeschlossen werden; vier Klienten haben ihre Teilnahme an der Maßnahme ohne Abschluss abgebrochen, zwei davon wegen Wohnortwechsels und zwei wegen veränderter Beziehungssituationen.

Gesprächsangebote



Es wurden 116 Einzelgespräche mit dem Täter, drei mit dem Opfer (auf Eigeninitiative des Opfers hin) und 19 Paargespräche geführt.

Eine Soziale Trainingsgruppe wurde von Frühjahr bis Sommer durchgeführt und im Herbst eine weitere begonnen, deren Abschluss in 2011 sein wird. Das Gruppentraining umfasste insgesamt 28 Termine (20 und acht Termine) á drei Zeitstunden, ein ganztägiges erlebnispädagogisches Element sowie ein Nachtreffen. 16 männliche Klienten nahmen insgesamt am Trainingskurs teil; wobei sieben weitere für die Teilnahme des nächsten Kurses vorgesehen sind, dessen Beginn im Frühjahr 2011 sein wird.

Neben den persönlichen Gesprächen wurden unter anderem ca. 50 Telefonate mit Konfliktparteien und Kooperationspartnern geführt.

Zugangswege



Mit Zugangswegen wird beschrieben, durch welche Behörde bzw. Kooperationspartner die Klienten die Auflage bzw. Empfehlung bekommen haben, Kontakt mit der Beratungsstelle Contra Häusliche Gewalt aufzunehmen.

15 Klienten wurden über die Staatsanwaltschaft nach § 153 a StGB zugewiesen (hiervon eine Frau), davon fünf auf Anregung der Gerichtshilfe, zwei über das Amtsgericht nach § 56 StGB; vier Klienten wurde über das Jugendamt und einem Klienten wurde über die Bewährungshilfe eine Empfehlung für die Täterarbeitseinrichtung ausgesprochen; sieben Klienten waren sog. echte Selbstmelder, d.h. sie suchten aus eigener Motivation den Weg in die Täterarbeitseinrichtung; fünf Klienten kamen über sonstige Zugangswege, wie z.B. über den Caritas-Verband im Rahmen einer Suchtberatung/-therapie oder über den Internationalen Bund im Rahmen einer sozialpädagogischen Familienhilfemaßnahme.

Bemerkenswert ist, dass niemand auf Empfehlung der Polizei im Rahmen einer Beschuldigten-Vernehmung den Weg in die Beratungsstelle fand.

TAE - „Contra Häusliche Gewalt!“ - Koordinationsbüro für Täterarbeit RLP

S t a t i s t i k

Im Jahr 2008 wurden in den acht Beratungsstellen „Contra Häusliche Gewalt!“ insgesamt 328 Falleingänge (2007: 181) verzeichnet. Darüber hinaus wurden in den einzelnen Beratungsstellen noch laufende Beratungen aus dem Vorjahr zum Abschluss geführt, die hier nicht mehr gesondert aufgeführt werden. Ein Teil der Beratungen fand somit jahresübergreifend statt.



Dabei ist zu berücksichtigen, dass sechs Täterarbeitseinrichtungen bis Mitte 2007 ihre Arbeit begonnen haben. Die Zugänge der Täterarbeitseinrichtungen Mainz und Landau wurden bereits ab dem 01.01.2007 in dieser Statistik erfasst.

Wie aus der Darstellung erkennbar ist, entwickelten sich die Fallzahlen in 2008 in den Beratungsstellen „Contra Häusliche Gewalt!“, die in der Regel mit einer Beratungsfachkraft mit einem Beschäftigungsumfang von ½ Stelle ausgestattet sind, im Vergleich zum Vorjahr ansteigend.

In den einzelnen Landgerichtsbezirken haben sich den regionalen Erfordernissen entsprechende Kooperationsnetzwerke entwickelt. Vor Ort wurden Informationsgespräche mit den verschiedenen Kooperationspartnern geführt, um die Akzeptanz für die Täterarbeit zu fördern sowie die Arbeit der Beratungsstellen „Contra Häusliche Gewalt!“ transparent zu machen.

Neben „fremdmotivierten“ Tätern, d.h., durch Strafgerichte und Staatsanwaltschaft zugewiesene Täter gehören „selbstmotivierte“ Täter, die auf Empfehlung kooperierender Institutionen die Beratungsstellen aufsuchen bzw. so genannte Selbstmelder, die aus eigenem Antrieb den Weg in die Beratungsstellen finden, zur Zielgruppe der Beratungsstellen „Contra Häusliche Gewalt!“. Die „selbstmotivierten“ Klienten sind sehr hilfreich für den Gruppenprozess, da sie Eigenmotivation zur Verhaltensänderung mitbringen und dadurch häufig motivierend auf Teilnehmer mit justizieller Auflage bzw. Weisung wirken.

Nähere Informationen können dem Jahresbericht der Servicestelle für Täterarbeit RLP 2008 entnommen werden.


Druckbare Version