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Aktivitäten/Ausblick

Die Beratungsbedürftigen suchten hauptsächlich nach Informationen über die Möglichkeiten, die Krise, die durch die Inhaftierung ihres Angehörigen entstanden ist, zu bewältigen. Dabei wurden sowohl die emotionalen, wie auch die materiellen Aspekte ihrer persönlichen Situation zum Gesprächsthema gemacht. Einige der Ratsuchenden konnten an Beratungsstellen für Angehörige von Inhaftierten in ihrer Nähe weitergeleitet werden, andere an spezielle Beratungsstellen, wie z.B. Suchtberatung oder bestimmte Fachanwälte.

Auch dieses Jahr war wieder zu beobachten, dass die emotionale Betroffenheit der Angehörigen eine tragende Rolle in den Gesprächen gespielt hat. Nicht nur die Zahl der Ratsuchenden ist drastisch gestiegen, sie hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, auch die Möglichkeit des persönlichen Gespräches wurde wesentlich mehr verlangt, als die Jahre zuvor.
Weiter Bestand hat die Tatsache, dass es den Ratsuchenden einfach wichtig ist, z.T. auch anonym, einer nicht involvierten Person ihren momentanen seelischen Gemütszustand anzuvertrauen.

Darüber hinaus suchten die Menschen Auskunft über den Ablauf des Strafverfahrens und über die Regelungen der Justizvollzugsanstalten (JVA). Sie fragten nach ihren Rechten als Angehörige, wie auch nach den Rechten der Inhaftierten, wollten sich zum Teil aber auch schon im Vorfeld darüber informieren, wie sie sich am Besten auf einen Haftantritt vorbereiten können.

Dazu kamen aber auch Fragen von Angehörigen bzgl. ihrer veränderten Situation, wenn z.B. die Haupteinkommensquelle durch die Inhaftierung des Partners wegfällt (Regelung der Mietzahlungen, Krankenkasse u.ä.). Zur Recherche, sowie zur Unterstützung von Konfliktlösungen wurde durch den i-Punkt Kontakt aufgenommen zu den Sozialdiensten einzelner JVA´s, Job-Center, Sozialamt, Jugendamt und andere Ämter, Rechtsanwälte, oder zu den inhaftierten Lebenspartner.

Ein wichtige Schnittstelle des i-Punkt ist sein Internetauftritt auf der Homepage von der opfer- und täterHILFE e.v., insbesondere mit dem Leitfaden für Angehörige von Inhaftierten, der immer wieder überarbeitet wird. Da Internet ein Medium ist, dass sich in den meisten Haushalten etabliert hat, bleibt dies ein entscheidendes Instrumentarium, um an fachspezifische Informationen zu gelangen, was die Kontinuierlich hohen Zugriffszahlen auf unsere Homepage belegen.

Der Kontakt zu den Justizvollzugsanstalten und anderen relevanten Einrichtungen wurde weiterhin beibehalten, beschränkt sich aber durch den eingeschränkten Zeitumfang auf den telefonischen Kontakt.

Auch im Jahr 2011 nahm der i-Punkt Stelleinhaber an mehreren Fortbildungsveranstaltungen teil zum Thema „Sucht und Schulden“.


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